10.02.2004 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Dr. Roland Fechter wegen illegalen Zigarettentransporten in U-Haft - Weitere Straftaten ... Luft wird immer dünner

Es sieht nicht gut aus für Dr. Roland Fechter. Der zuletzt in Nittenau wohnhafte, ehemalige Tierarzt sitzt seit etwa zwei Wochen in Bielefeld in Untersuchungshaft. Laut Oberstaatsanwalt Burkhard Dannewald wurden ihm zwischenzeitlich weitere Beteiligungen an illegalen Zigarettentransporten nachgewiesen.

von Autor MYProfil

Zur Erinnerung: Am Morgen des 14. Januar kamen Zollfahnder, LKA-Beamte und Staatsanwälte in die Stadt am Regen. Sie sprachen beim 39-Jährigen Ex-Tierarzt vor, der in Zusammenhang mit dem Skandal um die Schweinemast Schlagzeilen gemacht hatte. Dr. Fechter lebte seit einigen Monaten in Nittenau. Die Aktion kam überraschend. Es erfolgten die Hausdurchsuchung und die Festnahme. Der dringende Tatverdacht wurde dabei offenbar erhärtet. Gegenstand der Ermittlungen ist Zigarettenschmuggel im großen Stil. Dr. Peter Fechter langte auf dem normalen Schubweg vor etwa zwei Wochen im Bielefelder Untersuchungsgefängnis an.

Bislang keine Äußerung zu Vorwürfen

Wie Oberstaatsanwaltschaft Burkhard Dannewald, bei dem die Fäden zusammenlaufen, gestern auf NT-Anfrage mitteilte, habe sich der 39-Jährige bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er wolle dies unter Umständen tun, wenn in der kommenden Woche die Münchner Zollfahnder nach Bielefeld kämen. Dass bei dieser Einvernahme nicht nur die bereits feststehende "Straftatenlatte" zur Sprache kommt, ist den fortgesetzten Ermittlungen zu verdanken. Die ergaben laut Oberstaatsanwalt klare Beweise für weitere illegale Zigarettentransporte. "Das Ganze ist hieb- und stichfest", sagte Dannewald.

Bundesweite Festnahmen

Nach wie vor nicht bestätigen oder kommentieren wollte der Oberstaatsanwalt einen Zusammenhang mit jener Aktion, die kurz nach Fechters Festnahme bundesweit lief. Zollfahnder und Staatsanwaltschaft nahmen dabei im Raum Bruck/Bodenwöhr drei Männer und eine Frau fest.

Auch sie sollen in den gewerblichen Zigarettenschmuggel involviert sein. Die Waren nahmen dabei den Weg von Südosteuropa über Österreich und Deutschland nach Großbritannien. "Es kann einen Zusammenhang geben, muss aber nicht sein", schloss Burkhard Dannewald.

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