25.05.2017 - 21:52 Uhr
Deutschland & Welt

Druchsuchungen in Kasernen: Wehrbeauftragter frägt nach

Berlin/Hechingen. Die Kasernen-Durchsuchungen im Zuge der Kampagne gegen Wehrmachts-Nostalgie stoßen den Soldaten nach Angaben des Wehrbeauftragten des Bundestages übel auf. "Soldaten haben sich bei uns beklagt, dass Stuben in ihrer Abwesenheit durchsucht worden seien", sagte Hans-Peter Bartels (SPD) der "Heilbronner Stimme" (Freitagsausgabe). Die Soldaten fühlten sich in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt und unter Generalverdacht gestellt. "Wir wollen deshalb vom Verteidigungsministerium wissen, welche Befehle dazu gegeben wurden, und ob es eine einheitliche Regelung für die Durchsuchungen gab. Der ganze Vorgang regt die Truppe ziemlich auf." Nach dem Fund von Wehrmachtsdevotionalien in der Kaserne des unter Terrorverdacht stehenden, rechtsextremen Oberleutnant Franco A. hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Durchsuchungen angeordnet. Die CDU-Politikerin betonte anschließend, es sei nicht darum gegangen, die Angehörigen der Bundeswehr unter Generalverdacht zu stellen, sondern nur um Aufklärung.

von Agentur DPAProfil

Unterdessen teilte die Staatsanwaltschaft Hechingen mit, dass die Affäre um angebliche sexuell-sadistische Praktiken in der Ausbildungskaserne Pfullendorf (Baden-Württemberg) keine strafrechtlichen Konsequenzen hat. Die Prüfung habe keinen Anfangsverdacht ergeben. Das Verfahren wegen quälerischer Aufnahmerituale gehe demnach weiter.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.