23.02.2018 - 22:22 Uhr
Deutschland & Welt

Empörung über Hilfspolizist nach Schulmassaker Nicht eingegriffen

Fort Lauderdale. Neue Details zum Amoklauf an einer Schule in Florida mit 17 Toten deuten auf Versäumnisse der Sicherheitskräfte hin. Ein Polizist, der an der Schule arbeitete und zur Tatzeit auf dem Campus in Parkland im Einsatz war, wurde am Donnerstag vom Dienst suspendiert. Er sei bewaffnet gewesen und habe vor dem Schulgebäude Stellung bezogen, in dem der 19-jährige Nikolas Cruz die Tat verübte, sagte der Sheriff von Broward County, Scott Israel. Der Polizist sei aber nicht in die Schule hineingegangen. "Ich bin entsetzt, und mir wird richtig übel. Dafür lassen sich keine Worte finden", fügte Israel hinzu. Präsident Donald Trump kritisierte, der Polizist habe einen "schlechten Job" gemacht. Seit der Tat am 14. Februar wächst der Druck auf Politiker, die laschen US-Waffengesetze zu ändern. Der Sheriff leitete eine interne Untersuchung ein. Der Polizist müsse gewusst haben, dass ein Todesschütze im Gebäude war, sagte Israel. Er habe aber nicht eingegriffen - das gehe aus Überwachungsvideos und Zeugenaussagen hervor. Demnach habe der an der Waffe ausgebildete 54-Jährige vier Minuten vor dem Schulgebäude ausgeharrt. Drinnen feuerte der Todesschütze weniger als sechs Minuten lang und tötete 17 Menschen.

von Agentur DPAProfil
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