17.04.2018 - 22:08 Uhr
Deutschland & Welt

Experten für Chemiewaffen in syrischer Stadt Beweise vorhanden?

Damaskus. Einen Tag früher als angekündigt haben Chemiewaffenexperten nach Berichten syrischer Staatsmedien die Stadt Duma erreicht. Das Team der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) sei am Dienstag in Ost-Ghuta eingetroffen, berichtete die Nachrichtenagentur Sana. Es soll dort einen mutmaßlichen Giftgasangriff gegen Zivilisten untersuchen, für den westliche Staaten die syrische Regierung verantwortlich machen. Die neun Spezialisten waren am Samstag in Damaskus eingetroffen, bekamen aber zunächst keinen Zugang zu Duma. Großbritannien hatte Russland und Syrien vorgeworfen, die Ermittlungen zu blockieren. Das aber wies Russland zurück und begründete die Verzögerung mit "Sicherheitsfragen". Die Westmächte hatten mit dem Angriff, der am 7. April in Duma stattgefunden haben soll, ihre Attacke auf Giftgaseinrichtungen in Syrien gerechtfertigt. Die Mission der OPCW soll allerdings keine Schuldigen benennen, sondern ausschließlich die Frage klären, ob Giftgas eingesetzt wurde oder nicht. Die westlichen Verbündeten hatten in den vergangenen Tagen angegeben, Beweise dafür zu haben, dass der syrische Präsident Baschar al-Assad hinter der Tat steckt. Syrien und sein Verbündeter Russland weisen die Anschuldigungen zurück. Frankreich hat unterdessen die Sorge geäußert, dass in Duma Beweise beiseitegeschafft worden sein könnten.

von Agentur DPAProfil
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