Facebook: Barley fordert strengere Überwachung
Betroffene informieren

Berlin. Im Skandal um den Missbrauch der Daten von Millionen Facebook-Nutzern hat das Unternehmen Besserung gelobt und will alle Betroffenen informieren. Das sagte Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) am Montag nach einem Gespräch mit europäischen Facebook-Vertretern in Berlin. Wie viele Deutsche von dem Datenskandal betroffen sind, blieb zunächst unklar. Der europäische Cheflobbyist des Konzerns, Richard Allan, gab sich nach dem Treffen mit der Ministerin aber betont demütig. "Wir unternehmen die notwendigen Schritte, um sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passieren kann." An konkreten Zusagen konnte Barley dem weltweit größten sozialen Netzwerk nicht viel abringen. Facebook könne nicht gezwungen werden, Geschäftsgeheimnisse offenzulegen, sagte sie. Facebook hatte sich mit seiner Kommunikation in dem Datenskandal viel Kritik eingehandelt. Tesla-Chef Elon Musk ließ sämtliche Unternehmensseiten entfernen. Mehrere Unternehmen hatten angekündigt, vorerst keine Werbung mehr bei Facebook zu platzieren. Die US-Handelsbehörde FTC bestätigte Ermittlungen gegen Facebook. Die Behörde nehme die Berichte über den Abfluss einiger Informationen von rund 50 Millionen Facebook-Nutzern an Cambridge Analytica sehr ernst, hieß es. Für Facebook kann es teuer werden, wenn die FTC zu dem Ergebnis kommt, dass das Unternehmen nicht genug für den Schutz der Nutzerdaten getan hat.

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