FAZ
Pressestimmen

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt zum Terror der IS:

Nur zu beklagen, wie schlimm alles ist, und einige Flüchtlinge mehr aufzunehmen, ist beschämend wenig und atmet sehr den Geist des Heraushaltens. So wie Amerika fühlt sich Berlin denn doch nicht in der Pflicht, gegen drohenden Völkermord vorzugehen. Heraushalten ist dabei nicht an sich falsch, auch unsere Partner streiten darüber. Die Frage ist nur, ob das heute so noch möglich ist. In den Vereinigten Staaten wird Präsident Obama für sein Zögern angegriffen, seine frühere Außenministerin Clinton gibt ihm gar Mitschuld am Vormarsch der Terroristen. Das ist ein schwerer Vorwurf. Die Frage, ob man militärisch in Konflikte eingreifen soll, ist eben keine, die man nebenbei beantwortet. Aber man kommt nicht um sie herum.

Westdeutsche Zeitung

Das Blatt aus Düsseldorf meint zur Rolle Deutschlands im Irak-Konflikt:

Deutschland hat andere Möglichkeiten, im Gauck'schen Sinn Verantwortung zu übernehmen - da hätte Wellmann besser auf seine Parteikollegen Mißfelder und Röttgen gehört. Der eine macht sich für Erhöhung der humanitären Hilfe und eine bessere Ausstattung der Hilfsorganisationen stark. Der andere ist dafür, mehr Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. Gemeinsam mit den 4,5 Millionen Euro Soforthilfe wäre das ein Anfang. Bundeswehr-Maschinen könnte man dennoch in den Irak schicken - um Wasser und Lebensmittelrationen abzuwerfen und keine Waffenkisten.

Aftenposten

Die norwegische Tageszeitung aus Oslo schreibt über die Luftangriffe der USA und den Terror im Irak:

Das brutale Vorgehen der Terrorgruppe IS gegen die Zivilbevölkerung macht es unmöglich, die Augen davor zu verschließen, was geschieht. Darüberhinaus kann die IS die ganze Region instabiler machen - und die ausländischen Krieger, die zurück in den Westen gehen, radikalisieren. Es ist zu bezweifeln, ob begrenzte Luftangriffe gegen die IS viel an den Aussichten für den Irak ändern können. Aber gleichzeitig gibt es heute in Bagdad keine effektive Regierung, die die Arbeit gegen die IS selbst in die Hand nehmen könnte. Deshalb könnten die amerikanischen Luftangriffe der Beginn eines neuen, langjährigen Engagements der Amerikaner im Irak sein.
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