Finnland testet Grundeinkommen auf nationaler Ebene
Zuverdienst steuerfrei

Helsinki. Finnland will herausfinden, ob ein Grundeinkommen das soziale System des Landes vereinfachen und mehr Menschen in Jobs bringen kann. 2000 zufällig ausgewählte Arbeitslose sollen ab Januar anstelle von Arbeitslosengeld 560 Euro im Monat bekommen - ohne daran geknüpfte Bedingungen.

Mit diesem Testballon auf nationaler Ebene sei Finnland weltweit das erste Land, das ein bedingungsloses Grundeinkommen auszahlt, sagt Marjukka Turunen vom finnischen Sozialversicherungsinstitut Kela, das das Experiment betreut. Das Geld muss nicht versteuert werden und man kann ohne finanzielle Nachteile beliebig viel dazuverdienen. Die Hoffnung ist, dass die Menschen dadurch zum Arbeiten motiviert werden. "Wir denken, das könnte in großer Anreiz sein, wenigstens einen Halbtagsjob anzunehmen", sagt die Projektleiterin.

Die Probanden erfahren erst kurz vor Silvester, dass sie Teil des Tests sind. Ablehnen können sie nicht. Sie wurden unter allen Personen zwischen 25 und 58 Jahren, die im November Arbeitslosengeld oder -unterstützung bekommen haben, ausgelost. Das Experiment ist zunächst auf zwei Jahre angesetzt.
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