13.06.2017 - 20:14 Uhr
Deutschland & Welt

Freilassung des «Welt»-Korrespondenten steht weiter in den Sternen. Botschafter besucht Deniz Yücel

Istanbul. Vier Monate nach der Inhaftierung des "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei bemüht sich die Bundesregierung weiterhin erfolglos um eine Freilassung des Journalisten. Der deutsche Botschafter in der Türkei, Martin Erdmann, konnte Yücel am Dienstag erstmals im Gefängnis in Silivri westlich von Istanbul besuchen. Außenminister Sigmar Gabriel bekräftigte danach, dass man den Journalisten endlich in Freiheit wissen wolle. Aus der Deutschen Botschaft in Ankara hieß es nach dem Besuch: "Deniz Yücel geht es gut. Die Unterstützung aus Deutschland - Lesungen, Konzerte, Autokorsos - tut ihm gut. Er weiß so, dass er nicht allein ist und nicht vergessen wird."

von Agentur DPAProfil

Yücel war am 14. Februar festgenommen worden, 13 Tage später wurde Untersuchungshaft gegen ihn verhängt. Ihm werden Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Yücel außerdem beschuldigt, ein Terrorist und deutscher Spion zu sein. Alle Appelle der Bundesregierung, den Journalisten freizulassen, waren bislang vergeblich.

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