G20-Gipfel in Hamburg
Erstes Treffen der Alphatiere Putin und Trump

US-Präsident Donald Trump (rechts) und der russische Präsident Wladimir Putin sind am Rande des G20-Gipfels in Hamburg erstmals aufeinandergetroffen Bild: Evan Vucci/AP/dpa

Wenn die mächtigsten Männer der Welt konferieren, was zählt da der Rest des Gipfels? Donald Trump und Wladimir Putin treffen sich zum ersten Mal. Da kann man schon mal die Klimadiskussion schwänzen.

Hamburg. Der Gipfel auf dem Gipfel: Trump und Putin haben sich in Hamburg erstmals getroffen. Dabei zeigen der US-Präsident und der russische Staatschef, dass sie das Zwanzigertreffen mit Gastgeberin Angela Merkel nicht so wichtig nehmen. Für ihre Begegnung haben sich die Männer am Freitagnachmittag schon nach ein paar Minuten aus der Arbeitssitzung zu Klimaschutz und Entwicklung abgesetzt.

Beide haben bei ihrer lange erwartete ersten Begegnung die Hoffnung auf bessere bilaterale Beziehungen geäußert. Die beiden setzten sich, nur von ihren Außenministern begleitet, zusammen. Putin sagte, er wolle die drängendsten bilateralen und internationalen Fragen besprechen und hoffe "auf positive Ergebnisse". Trump sagte, es sei ihm eine Ehre, Putin zu treffen. Er hoffe, "dass positive Dinge geschehen".

Das russisch-amerikanische Verhältnis ist so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Nach vorherigen Ankündigungen sollte es bei dem Gespräch auch um die Kriege in Syrien und der Ukraine gehen. US-Außenminister Rex Tillerson und sein russischer Kollege Sergej Lawrow hatten die Spitzenbegegnung vormittags in Hamburg vorbereitet. Die Präsidenten saßen auf weißen Stühlen und wandten sich einander immer wieder zu. Trump wirkte allerdings angespannt, solange noch Journalisten im Raum waren. Der Präsident reagierte nicht auf den Zuruf von Reportern, ob er die mutmaßliche russische Einmischung in die US-Wahl ansprechen werde. Nach Auffassung von US-Geheimdiensten haben russische Hacker versucht, durch den Diebstahl von Daten der Demokraten die Wahl zu beeinflussen.

Das erste Eis war schon am Morgen gebrochen: Als Trump, von Demonstranten bei der Anfahrt zu einem kleinen Umweg gezwungen, in den Hamburger Messehallen eintraf, lief er dem russischen Staatschef über bereits zum ersten Mal über den Weg. "Wir sehen uns gleich", sollen sich die beiden zugeraunt haben.
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