Gefechte und Luftangriffe in Syrien
Waffenruhe wackelt

Damaskus/New York. Trotz vereinzelter heftiger Gefechte und Luftangriffe in Syrien hat der UN-Sicherheitsrat der von der Türkei und Russland vermittelten Waffenruhe zugestimmt und Pläne für erneute Friedensgespräche bekräftigt. Am letzten Tag des Jahres 2016 stimmte das höchste UN-Gremium am Samstag einstimmig für eine Resolution, die der bereits geltenden Waffenruhe zustimmt und russisch-türkische Pläne über Gespräche im kasachischen Astana unterstützt.

Diese sollen Mitte Januar zwischen Vertretern der syrischen Opposition und der Regierung von Präsident Baschar al-Assad unter Vermittlung von Russland, der Türkei und dem Iran stattfinden. Die UN-Resolution bezeichnet das Treffen in Astana als "wichtigen Schritt" vor den ab dem 8. Februar in Genf geplanten Gesprächen unter Vermittlung des UN-Sonderbeauftragten für Syrien, Staffan de Mistura. Auch die EU hatte angekündigt, im Januar bilaterale Gespräche auszurichten, ohne Details zu nennen. Offen ist, ob Astana, Genf und Pläne aus Brüssel aufeinander aufbauen oder eher in Konkurrenz zueinander treten; gemeinsam ist das Ziel, den Bürgerkrieg mit bisher etwa 500 000 Toten zu beenden.

Die Waffenruhe war in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Kraft getreten. Islamistische Terrorgruppen wie der IS und die frühere Nusra-Front sind von ihr ausgenommen. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte kam es zuletzt in verschiedenen Gebieten des Landes zu teils heftigen Gefechten. Die Türkei und Russland setzten im Norden Syriens ihre Luftangriffe auf IS-Stellungen fort.
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