26.02.2018 - 21:26 Uhr
Deutschland & Welt

Gewerkschaften machen Druck I m März Warnstreiks im Öffentlichen Dienst

Potsdam. Die Menschen in Deutschland müssen sich auf Warnstreiks im öffentlichen Dienst noch vor Ostern einstellen. Nach dem Aufeinanderprallen der Positionen zum Auftakt der Tarifverhandlungen für Bund und Kommunen kündigten die Gewerkschaften am Montag in Potsdam Warnstreiks an. Ein Arbeitgeberangebot war ausgeblieben.

von Agentur DPAProfil

Die Ausstände würden im März stattfinden, so die Gewerkschaft Verdi. Die Friedenspflicht endet am 28. Februar 2018. "Wir müssen schon vor der nächsten Verhandlungsrunde Druck aufbauen und die Kolleginnen und Kollegen zu Protestaktionen auf die Straße rufen", sagte der Vorsitzende des Beamtenbunds DBB, Ulrich Silberbach. Verhandelt wird über die künftige Bezahlung der 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen. Betroffen sind unter anderem Erzieher, Mitarbeiter von Müllabfuhr, Straßenreinigung, Krankenhäusern und Bundespolizisten. "Wir wollen kräftige Lohnerhöhungen deutlich oberhalb des Niveaus der Vorjahre und eine Akzentsetzung auch für die unteren und mittleren Einkommensgruppen", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske. "Sechs Prozent ist viel zu viel", entgegnete Thomas Böhle, Präsident des kommunalen Arbeitgeberverbands VKA. Außer der prozentualen Erhöhung verlangen die Gewerkschaften einen Mindestbetrag von 200 Euro mehr pro Monat. Die Verhandlungen sollen nach einer zweiten Runde im April enden.

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