25.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Großangriffe der IS in Syrien und im Irak - Entführter Deutscher offenbar frei Terrormiliz erhöht den Druck

von Agentur DPAProfil

Trotz inzwischen rund 100 Luftangriffen der US-Armee setzt die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ihren Angriffskrieg im Irak und in Syrien unbeirrt fort. Nach heftigen Gefechten eroberten die Extremisten am Sonntag im Osten Syriens den strategisch wichtigen Militärflughafen Al-Tabka, die letzte Bastion der Truppen von Präsident Baschar al-Assad in der Provinz Al-Rakka, wie die Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete. Im Irak versuchten die Dschihadisten, mit einem Großangriff die Erdölraffinerie Baidschi nördlich von Bagdad einzunehmen - was die Regierungsarmee nach eigenen Angaben aber abwehren konnte.

Britische Geheimdienste identifizierten laut "Sunday Times" den Mörder des US-Journalisten James Foley. Es soll sich um einen 23-Jährigen aus London handeln, berichtete das Blatt aus Regierungskreisen. Ein 27-jähriger Deutscher kam indes laut "Welt am Sonntag" nach rund einem Jahr aus der Geiselhaft der IS in Syrien frei. Der Mann aus Brandenburg soll im Juni für eine "substanzielle Gegenleistung" freigelassen worden sein, meldete das Blatt. Auch ein US-Journalist ist nach zwei Jahren aus Syrien freigekommen, meldete das Weiße Haus am Sonntagabend.

Auf "wirksame und schnelle" Hilfe für die Flüchtlinge im Nordirak drang Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) bei einem Besuch in der nordirakischen Stadt Erbil. Die Christen, mit denen er gesprochen habe, sähen nach ihrer Flucht oft keine Perspektive. "Wir müssen darüber nachdenken, mehr Menschen aufzunehmen, aber natürlich löst das nicht das Grundproblem." (Seite 5)

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