Handelskammer fordert bessere Verweundung von Steuern
Standort aufwerten

Wiesbaden. Noch nie haben die Gemeinden in Deutschland so hohe Steuereinnahmen bei Gewerbebetrieben und Grundstücken erzielt wie im vergangenen Jahr. 2016 nahmen sie rund 63,8 Milliarden Euro sogenannte Realsteuern ein. Das ist mehr als je zuvor, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag in Wiesbaden berichtete. 2016 erhielten die Gemeinden damit 4,8 Milliarden Euro oder 8,2 Prozent mehr als 2015.

50,1 Milliarden Euro bekamen die Kommunen mit Gewerbesteuer in die Kassen, das waren 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr. "In allen Bundesländern lag das Gewerbesteueraufkommen über dem Niveau des Vorjahres", berichtete Destatis-Mitarbeiter Klaus Jürgen Hammer.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kritisiert die Steuererhöhung. Etwa jede achte der Gemeinde im Land habe den Hebesatz für die Gewerbesteuer vergangenes Jahr erhöht. "Bedenklich ist aus Sicht der Wirtschaft, dass bei den Erhöhungen häufig schlicht das Schließen von Haushaltslöchern im Vordergrund steht", kritisierte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Statt Löcher zu stopfen, sollten die Gemeinden lieber die Infrastruktur verbessern und den Standort aufwerten.
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