09.07.2017 - 22:26 Uhr
Deutschland & Welt

Hansestadt, um Berlin und München zu schonen Hamburg erste Wahl

Hamburg. Wer die G20-Präsidentschaft innehat, muss auch das Gipfeltreffen organisieren. So sieht es die Tradition vor. Dass Deutschland am 1. Dezember 2016 den Vorsitz von China übernehmen würde, stand lange fest. Aber in welcher Stadt sollte man den Gipfel ausrichten? Wie kam es zur Auswahl Hamburgs?

von Agentur DPAProfil

Die Entscheidung fällt die Regierungsspitze des jeweiligen Landes. Im Februar 2016 verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Festrede zum Hamburger Matthiae-Mahl ihren Entschluss: Es wird Hamburg, ihre Geburtsstadt. "Ich denke, das trifft sich gut mit der Weltoffenheit Hamburgs", fügte sie damals hinzu. Pragmatismus, Fairness und Aufrichtigkeit seien herausragende hanseatische Tugenden. Merkel hatte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) dem Vernehmen nach schon im November 2015 telefonisch über ihren Wunsch informiert. Eine pragmatischere Begründung lieferte Regierungssprecher Steffen Seibert im Juni 2016 nach: Die Entscheidung für Hamburg habe "logistische, auch sicherheitstechnische Gründe.. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs musste also schon deshalb in einer deutschen Millionenstadt stattfinden, um die Delegationen, Einsatzkräfte und Journalisten beherbergen zu können.

Die Wahl sei dann auf Hamburg gefallen, so ergaben dpa-Recherchen, weil Berlin als Regierungssitz ohnehin übermäßig beansprucht sei. München richtet jährlich die Sicherheitskonferenz aus. Ein weiteres Gipfeltreffen wollte man der bayerischen Landeshauptstadt nicht zumuten.

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