15.02.2018 - 22:20 Uhr
Deutschland & Welt

Holocuast-Gesetz zieht weitere Kreise - Kritik von NGOs Polen ruft Landsleute im Ausland zur Denunziation auf

Berlin. Der Streit um Polens Holocaust-Gesetz zieht weitere Kreise: Die Regierung hat im Ausland lebende Landsleute aufgefordert, vermeintlich antipolnische Äußerungen an offizielle Stellen zu melden. "Bitte dokumentieren Sie alle antipolnischen Äußerungen, Darstellungen und Meinungen, die uns schaden, und reagieren Sie darauf. Informieren Sie unsere Botschaften, Konsulate und Honorarkonsulate über jede Verleumdung, die den guten Ruf Polens beeinflusst", heißt es in einem Schreiben von Senatsmarschall Stanislaw Karczewski. Zuerst hatte der NDR berichtet. Hintergrund ist das umstrittene Holocaust-Gesetz, das denjenigen eine Strafe von bis zu drei Jahren androht, "die öffentlich und wahrheitswidrig dem polnischen Volk oder Staat" eine Mitschuld an Verbrechen zuweisen, die durch das NS-Regime begangen wurden. Bei vielen Auslandspolen, vor allem von NGOs, stieß der Aufruf auf Kritik.

von Agentur DPAProfil

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