In Türkei "nationale Mobilmachung" gegen Terror
Hilfe des Volkes

Istanbul. Nach dem Doppelanschlag in Istanbul will der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan das gesamte Volk im Kampf gegen den Terrorismus mobilisieren. "Gemäß Artikel 104 unserer Verfassung verkünde ich als Chef des Staates der Republik Türkei eine nationale Mobilmachung gegen alle Terrororganisationen", sagte er am Mittwoch in Ankara. Jeder Terrorist sei der Feind von 80 Millionen Türken.

Erdogan forderte, Sicherheitskräfte müssten Terroristen so hart bekämpfen, wie es die Gesetze zuließen. Die Aufgabe könne aber nicht den Sicherheitskräften alleine überlassen werden. "Wir werden diesen Kampf alle gemeinsam führen." Er rief dazu auf, alle Terrorverdächtige und deren Unterstützer den Behörden zu melden. Der Staat und das Volk würden den Terroristen "keine Luft zum Atmen lassen", sagte er.

Dem Putschversuch im Juli seien 248 Menschen zum Opfer gefallen, sagte Erdogan weiter. Mehr als 40 000 mutmaßliche Gülen-Anhänger seien deshalb in Untersuchungshaft genommen worden. Erdogan macht die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen für den Umsturzversuch verantwortlich, die die Türkei als Terrororganisation einstuft. Erdogan sagte weiter, wegen Terrorverdachts im Zusammenhang mit der kurdischen PKK säßen mehr als 10 500 Personen in Untersuchungshaft.
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