Kämpfe in Myanmar
Regierung lehnt Waffenruher ab

Rangun. (dpa/KNA) Im Rohingya-Konflikt in Myanmar deutet sich möglicherweise Entspannung an. Die Rebellenmiliz "Arakan Rohingya Salvation Army" (ARSA) in der umkämpften Provinz Rakhine hat einen einseitigen einmonatigen Waffenstillstand verkündet. Durch die Waffenruhe wolle sie humanitäre Hilfen ermöglichen, heißt es in einer am Sonntag auf Twitter veröffentlichten Erklärung. Ein Regierungssprecher lehnte dies jedoch ab. "Verhandlungen mit Terroristen gehören nicht zu unserer Politik", twitterte Sprecher Zaw Htay am Sonntag.

Auslöser für die Eskalation der Gewalt in Rakhine waren Ende August verübte Angriffe der ARSA auf Polizeiwachen in den drei mehrheitlich von muslimischen Rohingya bewohnten Townships im Norden des Teilstaats. Die Armee von Myanmar hatte darauf mit brutaler Härte reagiert. Im Kampf gegen die von der Regierung von Aung San Suu Kyi zu "Terroristen" erklärte ARSA setzt das Militär Menschenrechtlern zufolge schwere Waffen, Kampfhubschrauber und Landminen ein. Was genau in Rakhine vor sich geht, weiß niemand. Die Vereinten Nationen haben keinen Zugang.
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