Kassen erwägen Bestenliste niedergelassener Mediziner
Ärger unter Ärzten

Die Krankenkassen haben mit der Forderung nach einem Qualitäts-Ranking niedergelassener Ärzte massive Verärgerung unter den Medizinern ausgelöst. Die "Bild"-Zeitung berichtete auf Grundlage eines Positionspapiers des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die Kassen wollten Ranking-Listen mit den besten Ärzten veröffentlichen.

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, warf den Krankenkassen "Allmachtsfantasien" vor. "Patienten wissen sehr gut, was sie an ihren Ärzten haben", erklärte Gassen am Dienstag. Der Spitzenverband GKV erläuterte am Dienstag: "Patienten sollen künftig eine Chance haben, sich vorab zu informieren, in welcher Praxis die Behandlungsqualität eines niedergelassenen Arztes gut ist und wo noch nicht. Ein Ärzte-Ranking nach dem Motto ,Deutschlands bester Hausarzt' wird es vom GKV-Spitzenverband nicht geben."

Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank-Ulrich Montgomery, sprach von "Bürokratiewahn", mit dem die Kassenfunktionäre auch noch dem letzten Medizinstudenten die Lust nähmen, sich als Landarzt niederzulassen.
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