Kaum verhüllte Anspielung
Xi Jinping kritisiert Trumps "America first"

Der chinesische Präsident Xi Jinping. Bild: Mark Schiefelbein/dpa

Xiamen. Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping hat US-Präsident Donald Trump kaum verhüllt für seine Abschottungspolitik und den Rückzug der USA aus dem Klimaschutz kritisiert. Zum Abschluss des Gipfels der aufstrebenden Wirtschaftsnationen Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (Brics) am Dienstag im chinesischen Xiamen sagte Xi Jinping: "Multilaterale Handelsgespräche stocken, die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens stößt auf Widerstand." "Einige Länder blicken stärker nach innen", sagte Xi Jinping, ohne aber Trumps "America-First"-Politik direkt zu nennen. Auch seien diese Staaten weniger daran interessiert, sich an internationaler Entwicklungskooperation zu beteiligen. Der dreitägige Gipfel endete mit Gesprächen der Staats- und Regierungschefs mit ihren Kollegen aus Ägypten, Mexiko, Thailand, Tadschikistan und Guinea, die im Rahmen des "Brics-Plus"-Prozesses eingeladen worden waren.

Den letzten Tag nutzte Xi Jinping auch für ein bilaterales Gespräch mit seinem indischen Kollegen Narendra Modi, das beide Seiten als positiv beschrieben. China und Indien hatten erst vor einer Woche ihren seit Jahrzehnten heftigsten Grenzstreit um das Doklam-Plateau im Himalaya beendet und einen Abzug ihrer Truppen vereinbart. China wolle mit Indien zusammenarbeiten, das gegenseitige politische Vertrauen und die Kooperation fördern, um die Beziehung "auf dem rechten Weg voranzubringen", sagte Xi Jinping nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua in dem Treffen.

Auf ihrem Gipfel hatten sich die Schwellenländer für eine offene Weltwirtschaft, die Ankurbelung ihrer Volkswirtschaften und einen Ausbau der Kooperation untereinander ausgesprochen.
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