Keine Gnade für "Verräter" - UN-Beobachtermission?
Hamas jagt Kollaborateure

Zwei schwerverletzte palästinensische Frauen und ein Mädchen aus dem Gazastreifen sind zur Behandlung im niedersächsischen Westerstede eingetroffen. Bild: dpa
Die radikal-islamische Hamas geht im Gazastreifen gnadenlos gegen angebliche Kollaborateure vor. Militante Palästinenser hätten nach Medienangaben am Freitag mindestens 18 Männer getötet, die mit Israel zusammengearbeitet haben sollen.

Damit stieg die Zahl der binnen zwei Tagen getöteten angeblichen "Spione" auf 21. Eine Hamas-nahe Webseite schrieb am Freitag, es werde "keine Gnade" für Kollaborateure geben, die geschnappt würden. Der Schlag gegen die angeblichen Informanten könnte in einen Zusammenhang mit gezielten Tötungen von Hamas-Kommandeuren durch die israelische Armee stehen.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien setzen sich unterdessen für eine UN-Beobachtermission im Gazastreifen ein. Der Entwurf einer entsprechenden Resolution liege dem UN-Sicherheitsrat vor, sagte ein UN-Diplomat am Donnerstag. Die Resolution soll eine Öffnung der Grenzen zum Gazastreifen beinhalten, aber auch Sicherheitsgarantien für Israel.
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