19.02.2018 - 22:02 Uhr
Deutschland & Welt

Keine Unterstützung der Kurdenmiliz YPG gefordert Türkei warnt Syrien

Amman. Die Türkei hat die syrische Regierung vor einer Unterstützung der Kurdenmiliz YPG gegen die türkischen Streitkräfte im Norden des Bürgerkriegslandes gewarnt. "Wenn das Regime eindringt, um die YPG zu schützen oder ihren Schutz zu gewährleisten, dann kann niemand uns, die Türkei und die türkischen Soldaten stoppen", sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Montag in Jordanien. Sollten Syriens Truppen die Region dagegen von der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und der YPG "säubern", sei das unproblematisch. Die YPG und Syriens Regierung verhandeln unter Vermittlung Russlands über die Entsendung regierungstreuer Kräfte in die von Kurden kontrollierte Region Afrin. Syriens staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete am Montag, die Regierungskämpfer würden die Region innerhalb weniger Stunden erreichen. Der Ex-Vorsitzende der syrischen Kurdenpartei PYD, Salih Muslim, sagte in Berlin, es sei noch keine Einigung erzielt worden. Die PYD ist eng mit der YPG verbunden.

von Agentur DPAProfil

Unterdessen sind bei Luftangriffen und Artilleriebeschuss auf das syrische Rebellengebiet Ost-Ghuta nahe der Hauptstadt Damaskus Aktivisten zufolge mindestens 44 Zivilisten ums Leben gekommen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete am Montag mindestens 250 Verletzte. Die Rettungshelfer der Weißhelme erklärten über Twitter, bei einem Luftangriff in Hamuriah seien 20 Menschen getötet worden.

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