06.03.2017 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kiew zieht vor Den Haag gegen Russland: UN-Gericht soll "Aggression" von Moskau stoppen

Den Haag. Wegen des blutigen Krieges im Ostteil des Landes hat die Ukraine Russland vor dem Internationalen Gerichtshof verklagt. Zugleich forderte Vize-Außenministerin Olena Zerkal am Montag in Den Haag Sofortmaßnahmen gegen den russischen Nachbarn. Die Russische Föderation sei verantwortlich für "Terrorakte und Diskriminierung" in der Ostukraine und auf der Krim, sagte die Diplomatin vor dem höchsten Gericht der Vereinten Nationen. Kiew beschuldigt das Nachbarland, an die pro-russischen Separatisten Waffen zu liefern und sie finanziell zu unterstützen. Damit verstoße Moskau gegen die UN-Konvention gegen die Finanzierung des Terrorismus. Die Rebellen würden Städte beschießen und bombardieren. Tausende Bürger seien in Lebensgefahr.

von Agentur DPAProfil

Die Ukraine macht Russland auch verantwortlich für den Abschuss des Passagierfluges MH17 und den Tod von den 298 Menschen an Bord. Russland weist eine Beteiligung am Krieg in der Ostukraine stets zurück. Außerdem wird Russland auch der Diskriminierung von Tataren und Ukrainern auf der Krim beschuldigt. Die Menschenrechte dieser Minderheiten würden verletzt und ihre "Kultur ausgemerzt", sagte der Anwalt der Ukraine, Harold Koh.

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