29.07.2016 - 18:34 Uhr
Deutschland & Welt

Köln rechnet mit "heißem" Sonntag Bis zu 30 000 Teilnehmer bei Pro-Erdogan-Kundgebung erwartet

Köln. Vor der Pro-Erdogan-Demonstration am Sonntag mit bis zu 30 000 erwarteten Teilnehmern hat die Kölner Polizei ein hartes Vorgehen gegen jede Form von Gewalt angekündigt. Zwar gebe es bisher keine Hinweise darauf, dass aus der türkischen Versammlung heraus Störungen der öffentlichen Ordnung geplant seien. Man werde aber gerüstet sein, sagte am Freitag Polizeipräsident Jürgen Mathies. "Wir sind auf besondere Gewaltformen vorbereitet." 2300 Polizisten würden in Köln zusammengezogen und acht Wasserwerfer vorgehalten.

Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies schließt auch ein kurzfristiges Verbot der Pro-Erdogan-Demonstration nicht aus. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Mathies schloss ein Verbot der Veranstaltung nicht aus. "Im Augenblick sehe ich keine Gründe für ein Verbot." Sollten aber Mitglieder der türkischen Regierung eingeflogen werden, könne dies in der derzeitigen hoch aufgeladenen Situation unter Umständen dazu führen, dass die öffentliche Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden könne. Dann müsse die Demonstration als letztes Mittel doch verboten werden, sagte Mathies.

Der deutsch-türkische AKP-Abgeordnete Mustafa Yeneroglu warf deutschen Behörden und Politikern vor, "das für jede Demokratie elementare Grundrecht auf Versammlungsfreiheit mit Repressalien zu torpedieren". (Kommentar und Seite 3)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.