03.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Kölner Stadt-Anzeiger Pressestimmen

von Redaktion OnetzProfil

Das Blatt schreibt über die Rolle der Nato im Ukraine-Konflikt:

Die Nato kehrt mit ihrer neuen Ost-Strategie zur Idee der Abschreckung zurück. Sie beschränkt sich damit zugleich auf ihre Bündnisgrenzen. Bleibt abzuwarten, ob Putin dies als Zugriffsrecht auf Staaten wie die Ukraine oder Georgien sieht. ... Das Bündnis hat beiden Ländern eine Sicherheitspartnerschaft angeboten. Putin ist nicht länger ein Partner, er ist noch kein Gegner. Wie auch immer. Jenseits von Sanktionen muss der Westen für eine Sicherheitsarchitektur der Region mit ihm reden. Den Dialog kannte selbst die Logik des Kalten Kriegs.

El Mundo

Zu den geplanten deutschen Waffenlieferungen in den Irak merkt die spanische Zeitung an:

Der Schulterschluss zwischen deutschen Christ- und Sozialdemokraten im Kampf gegen den Dschihadismus ist lobenswert. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat völlig Recht mit ihrer Warnung, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) über die Grenzen des Iraks und Syriens hinaus eine Gefahr darstellt. Der Westen darf sich aus einem Konflikt, in dem Zivilisten massakriert werden, nicht heraushalten. Dies gilt erst recht, wenn man berücksichtigt, dass fast ein Viertel der IS-Kämpfer in Europa, in den USA oder in Australien rekrutiert wurden.

Die Presse

Die Wiener Zeitung "Die Presse" hält die deutschen Waffenlieferungen für geboten:

Der Kanzlerin und ihrem Außenminister, Frank-Walter Steinmeier, sind die militärischen wie politischen Risiken, die unwägbare Eigendynamik ihres Handelns allzu bewusst: dass die Dinge im Hinterhof des Nato-Partners Türkei aus dem Ruder laufen könnten; dass die Waffen ... in die Hände der Gegner fallen könnten; dass sie letztlich die Spaltung des Irak und die Gründung eines eigenen Kurdenstaats im Nordirak befördern könnten. Doch was ist die Alternative? Dem Treiben der Terrormilizen aus der Ferne zuzusehen, die ihre Feinde in mittelalterlichem Furor köpfen, pfählen und massakrieren?

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