Kommentar zu Annegret Kramp-Karrenbauer
100 Prozent Merkel: Keine Experimente bei der Nachfolge

Im Jahr 1957 warb die CDU mit dem Slogan "Keine Experimente" für sich und Bundeskanzler Konrad Adenauer, Mit Erfolg: Die Union errang 50,2 Prozent der Stimmen. Nun gilt auch Angela Merkel nicht unbedingt als eine Anhängerin von radikalen Neuerungen. Deswegen ist auch ihr Vorstoß, Annegret Kramp-Karrenbauer zur Generalsekretärin zu machen, nur folgerichtig. Die saarländische Ministerpräsidentin steht nämlich für 100 Prozent Merkel.

Lange hat sich die Kanzlerin davor gedrückt, ihr politisches Erbe zu regeln. Mit "AKK", wie Kramp-Karrenbauer griffig genannt wird, hat sie eine treue und loyale Gefolgsfrau. Die 55-Jährige mag nach außen blass wirken, in ihrer Partei genießt sie höchste Wertschätzung. Spätestens, nachdem sie vor einem Jahr die SPD trotz des damaligen Martin-Schulz-Hypes bei den Landtagswahlen deutlich schlug.

Der Wechsel "AKKs" nach Berlin ist ein gewiefter Schachzug Merkels, denn sie steht für den Pragmatismus der Kanzlerin, für den Kurs der Mitte. Es geht um nicht weniger als das Vermächtnis der "Mutti". Und darum, die konservative Garde um Jens Spahn in Schach zu halten. Merkel will die Fäden weiter in ihren Händen halten.
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