26.03.2018 - 11:18 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar zu CSU Söder und Seehofer auf Science-Fiction-Pfaden

Mutig dorthin zu gehen, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen war. Zugegeben, das Motto aus Raumschiff Enterprise wäre - auf Markus Söder und Horst Seehofer gemünzt - etwas übertrieben. Und doch drängen sich geneigten Fans Science-Fiction-Parallelen bei den beiden auf - und das nicht nur wegen Söders "Star Wars"-Kaffeebechers.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Ausstellung "Star Wars Identities" in der Kleinen Olympiahalle in München.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil
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Denn beide stehen vor Herausforderungen mit ungewissem Ausgang. Söder muss in einer auch in Bayern ungewohnt instabilen Parteienlandschaft in nur sieben Monaten bis zur Landtagswahl die Wählergunst gewinnen, Superminister Seehofer soll sein Ministerium mit Leben füllen und gleichzeitig der CSU helfen. Letzterer wirkt seit Amtsantritt wie in einer fiktionalen alternativen Realität, indem er in Berlin gefühlt seine bisherige Politik nahtlos fortsetzt. Und quasi als Über-Ministerpräsident dem jüngeren Jedi in München mit Lichtschwert-Rasseln in die landespolitische Parade fährt. Gibt es einen Krieg der (Polit-)Sterne um Kompetenzen, wie bei Grenzschutz und Asyl?

Bei Sprüchen wie "Der Islam gehört nicht zu Deutschland", passend-störend zur Amtseinführung Söders, glaubte man bereits, die "dunkle Seite der Macht" zu spüren. Das alte Imperium aus dem Exil schlägt zurück. Doch den bekennenden Fiction-Fan Söder könnte wohl nur eines schrecken - wenn Seehofer ihm im Traum erscheinen und sagen würde: "Markus, ich bin dein (Landes-)Vater."

tobias.schwarzmeier[at]oberpfalzmedien[dot]de

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