06.02.2018 - 21:08 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar zu Mitgliederzuwächsen in Parteien Drama der Regierungsbildung lockt Menschen in die Politik

Marketingstrategen hätten es nicht besser hinbekommen: Kaum jemand redet noch über die Unionsparteien, aber die SPD ist in aller Munde. Es mag eine fragwürdige Popularität sein, die Martin Schulz und seine Partei derzeit genießen - immerhin wirkt es für den oberflächlichen Beobachter so, als ob nur die Sozialdemokraten die Koalitionsbildung bremsen.

von Frank Stüdemann Kontakt Profil

Trotzdem verzeichnet die SPD in den vergangenen Wochen einen saftigen Mitgliederzuwachs, ein positiver Nebeneffekt des Sondierungspokers. Mag sein, dass diese Menschen nur deshalb in Scharen eintreten, um beim Mitgliedervotum gegen die Großen Koalition zu stimmen. Aber immerhin werden sie aktiv, um ihren politischen Willen auszudrücken - das ist grundsätzlich eine gute Sache. Es wäre den Sozis freilich zu wünschen, dass das frische Blut nicht nach Abschluss (oder Scheitern) der Regierungsbildung wieder abläuft.

Außer der SPD freuen sich aber auch die anderen Parteien über Mitgliederzuwächse in den Monaten seit der Bundestagswahl. Am Ende haben Jamaika-Drama und Groko-Gerangel vielleicht ja doch etwas Positives bewirkt: Mehr Menschen gehen in die Parteien und wollen die Zukunft mitgestalten.

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