28.02.2018 - 20:38 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar zur Deutschen Umwelthilfe Nicht jeden Köder schlucken

Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zu Diesel-Fahrverboten ist ein großer Erfolg für die dauerklagende Deutsche Umwelthilfe (DUH). Weil Teile der Industrie und der Politik versagt haben, kann sie sich mehr denn je als Vorkämpferin für Umwelt- und Gesundheitsschutz darstellen. Aber geht es ihr allein darum?

von Udo Lanz Kontakt Profil

Der Verein mit weniger als 300 Mitgliedern ist nicht gerade für Transparenz bekannt. Die Kooperation mit Toyota und anderen Firmen ist kein Geheimnis, aber ein Teil der Sponsoren bleibt im Verborgenen. Millionen hat die DUH schon mit Abmahnungen verdient - zum Teil gegen Händler, in deren Werbeanzeigen sich banale Verstöße gegen Vorgaben fanden. Wiederholt stießen Abgas-Messmethoden der DUH auf Zweifel, nicht nur bei den Autokonzernen. Ein "Geschmäckle" hat auch, dass es der Umwelthilfe-Geschäftsführer durch seine Reisen in den exklusiven HON-Circle der Lufthansa geschafft hat. Diesen Status erreichen nur sehr wenige Vielflieger, denn erforderlich sind satte 600 000 Meilen in zwei Jahren.

Politiker und Medien sollten nicht jeden Köder schlucken, den die DUH auswirft. Es gilt genau hinzuschauen, welche Ziele sie für wen verfolgt, zumal auch Millionen an Bundesmitteln für diverse Projekte fließen. Dienen die Aktionen und deren Folgen am Ende wirklich dem Allgemeinwohl? Oder verfolgt man vielmehr grün angestrichene Geschäftsinteressen auf Kosten von Verbrauchern, Betrieben und Steuerzahlern?

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.