13.04.2018 - 21:14 Uhr
Deutschland & Welt

Konferenz zum Endlager von Atommüll in Tschechien Granit ungeeignet

Prag/Marktredwitz. (nt/az) Granit ist nicht zur Endlagerung von Atommüll geeignet. Das war das Fazit der Nuclear Energy Conference 2018 in Prag. Auch die Bürgerinitiative "Kein Endlager im Fichtelgebirge" hat daran teilgenommen.

von Externer BeitragProfil

"Schweden und Finnland werden allgemein für Länder gehalten, die im Prozess der Endlagersuche am weitesten vorangekommen sind. Jetzt zeigte es sich aber dank der Kontrolle durch die Öffentlichkeit, dass die wichtigste technische Voraussetzung falsch ist", sagte Dr. Johan Swahn über Kupferbehälter in Granithöhlen, die sich für Atommüll als ungeeignet erwiesen haben. Er ist Direktor des Büros der Umweltschutzverbände für den Umgang mit Atommüll in Schweden. Auch in Deutschland hätte man diese Methode anwenden wollen. "Unser Held ist Johan Swahn. Granit kann in keinem Land der Welt mehr als sicheres Endlager gelten", sagte Grünen-Kreisrätin Brigitte Artmann aus dem Kreis Wunsiedel. Sie war als Vertreterin der Bürgerinitiative "Kein Endlager im Fichtelgebirge" in Prag. Die Auswahl der Endlagerstandorte in Tschechien betreffe nicht nur die Geologie. Es müssten auch die Rechte der Standort-Gemeinden gestärkt, für Transparenz gesorgt und eine Beteiligung der Öffentlichkeit geschaffen werden, fand Edvard Sequens vom Verein Calla. Der Verein hat mit den "Südböhmischen Müttern gegen Atomkraft" und der Organisation Duha die Tagung zur Endlagersuche veranstaltet.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.