25.06.2017 - 21:06 Uhr
Deutschland & Welt

"Kosten deutlich gestiegen": Teure Eingriffe ins Stromnetz

Bayreuth. Der Stromnetzbetreiber Tennet musste in den ersten vier Monaten des Jahres deutlich mehr Noteingriffe zur Stabilisierung des Stromflusses in Deutschland vornehmen. Die Kosten seien zu Jahresbeginn auch wegen des windreichen Januars im Vorjahresvergleich um mindestens 50 Prozent gestiegen, sagte Tennet-Deutschlandchef Urban Keussen der Deutschen Presse-Agentur. "Die Anspannung im Netz ist hoch, und sie wird mit der Abschaltung weiterer Kernkraftwerke noch zunehmen", betonte er.

von Agentur DPAProfil

Die Kosten für die Netzeingriffe lagen 2015 bereits bei rund einer Milliarde Euro bundesweit, davon etwa 700 Millionen Euro im Tennet-Netzgebiet, das von Schleswig-Holstein bis zum Süden Bayerns reicht. Im windschwachen Jahr 2016 sank der Aufwand bei Tennet auf 660 Millionen Euro. Jetzt steigt er wieder deutlich. Die Eingriffskosten könnten nach der Abschaltung der letzten Atomkraftwerke 2022 laut Bundesnetzagentur auf bis zu vier Milliarden Euro bundesweit im Jahr anwachsen. Zahlen muss das der Verbraucher über den Strompreis.

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