07.02.2018 - 21:32 Uhr
Deutschland & Welt

Krieg in Syrien 23 Zivilisten nach Offensive nahe Damaskus getötet

Damaskus. Bei anhaltenden Luftangriffen der syrischen Armee auf ein Rebellengebiet bei Damaskus sind nach Angaben von Beobachtern mindestens 23 Zivilisten getötet worden. Die Angriffe hätten mehrere Wohngebiete in Ost-Ghuta getroffen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit. Seit Ende vergangenen Jahres seien demnach mindestens 390 Zivilisten durch Luftangriffe oder Artilleriebeschuss in dem abgeschnittenen Rebellengebiet getötet worden. Die Angriffe hatten sich in den vergangenen Tagen noch einmal dramatisch intensiviert. Im Gegenzug hätten Rebellen den von der Regierung kontrollierten Stadtteil Dscharamana südlich der Altstadt von Damaskus unter Beschuss genommen und dabei ein Kind getötet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana.

von Agentur DPAProfil

Auch Israels Luftwaffe hat nach Angaben der syrischen Armee erneut eine Militäreinrichtung nahe Damaskus angegriffen. Die Raketen seien vom benachbarten Libanon aus abgefeuert worden, teilte die syrische Armeeführung am Mittwoch mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete. Syriens Luftabwehr habe die meisten Raketen zerstört. Informationen über Schäden lagen zunächst nicht vor. Nach Angaben aus syrischen Regierungskreisen handelte es sich bei dem bombardierten Ziel um ein Forschungszentrum rund zehn Kilometer nördlich der Hauptstadt. Die Einrichtung sei schon früher Ziel israelischer Angriffe gewesen. Berichten zufolge sollen dort Chemiewaffen hergestellt worden sein.

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