Künftiger US-Präsident
Donald Trump wirft Moskau Hacker-Angriffe vor

Der designierte US-Präsident Donald Trump bei seiner Pressekonferenz in New York. Bild: dpa

In seiner ersten Pressekonferenz seit Monaten hat der künftige amerikanische Präsident Donald Trump Russland für Hackerangriffe im US-Wahlkampf verantwortlich gemacht. Er wehrte sich gegen Berichte, Moskau könne ihn erpressen.

New York. Was das Hacking angeht: Ich denke, es war Russland", sagte Trump am Mittwoch auf eine Frage eines Reporters. Er sei aber auch der Meinung, dass es noch von anderen Ländern Hackerangriffe auf die USA gegeben habe. Trump hatte bislang Zweifel an der Einschätzung der amerikanischen Geheimdienste geäußert, wonach Russland hinter den Angriffen auf Computer der Demokraten stand.

"Unsinn" in den Medien

Die Dienste werfen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, sich damit in den Wahlkampf eingemischt und die Wahl von Trump favorisiert zu haben. "Wir werden sehen, was ich für ein Verhältnis zu Russland haben werde", sagte Trump am Mittwoch. Es sei nicht sicher, wie das aussehen werde. "Ich hoffe, ich komme mit Putin klar. Kann gut sein, dass nicht."

US-Geheimdienste hatten Medienberichten zufolge Trump noch vor seiner Pressekonferenz darüber informiert, dass Russland belastendes Material über ihn gesammelt haben soll. Ziel des Kreml sei es demnach, Trump mit Informationen über sein Privatleben sowie Geschäftsbeziehungen erpressbar zu machen, das berichteten der Fernsehsender CNN und die "New York Times". Ein früherer Agent des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 soll diese Unterlagen mit Hilfe russischer Quellen erstellt haben - zunächst im Auftrag von Trumps parteiinternen Gegnern bei der Republikanern und später des Clinton-Lagers. Trump wies das scharf zurück: Diese Medienberichte seien "Unsinn". Er lieferte sich wegen der Berichte ein hartes Gefecht mit Journalisten und griff einzelne Medien in deutlichen Worten an. Auch Moskau dementierte: "Das ist vollkommen ausgedacht, es ist eine Ente", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

Obamas Abschiedsrede

Der scheidende 44. US-Präsident Barack Obama hatte sich bereits am Dienstagabend (Ortszeit) mit einer emotionalen Rede nach acht Jahren im Weißen Haus verabschiedet. "Es war die größte Ehre meines Lebens, euch zu dienen", sagte er vor Tausenden Zuhörern in Chicago. Obama rief die Amerikaner auf, als aktive Bürger die Zukunft mitzugestalten. (Kommentar und Seite 4)
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