28.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Landesvorsitzender kontra Fraktionschef: Berliner SPD steht ein Mitgliederentscheid ins Haus Zweikampf um Wowereit-Nachfolge

Die Bundes-SPD will keinen Kandidaten von außen nach Berlin schicken. Damit werden voraussichtlich Landesvorsitzender Jan Stöß (rechts) und der Berliner SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh das Rennen um den Chefsessel im Roten Rathaus bestreiten. Archivbild: dpa
von Agentur DPAProfil

Die Nachfolge des scheidenden Berliner Regierungschefs Klaus Wowereit wird wohl in einem Zweikampf entschieden, vermutlich zwischen zwei Konkurrenten aus der Hauptstadt-SPD. Zur Zeit sehe es nicht so aus, als werde es weitere Kandidaten für das Mitgliedervotum geben, sagte der Berliner SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß am Mittwoch. Der 41-Jährige tritt nach bisherigem Stand gegen Fraktionschef Raed Saleh an. Beide hatten sich schon am Dienstag beworben - unmittelbar nachdem Wowereit nach 13 Jahren im Amt seinen Rücktritt zum 11. Dezember angekündigt hatte. Nun sollen die rund 17 000 Berliner SPD-Mitglieder entscheiden, wer Wowereits Aufgabe übernimmt. Der Landesvorstand beschloss ein verbindliches Mitgliedervotum. Das sei "der richtige Weg", sagte Wowereit. Er hatte die Abstimmung in seiner Rücktrittserklärung selbst vorgeschlagen. Das Amt sei nicht leicht, "man braucht starke Nerven und ein dickes Fell", betonte der Regierungschef. Die Nachfolge Wowereits müsse die Berliner SPD aus den eigenen Reihen stemmen, betonte Stöß am Mittwoch im RBB-Inforadio. Er reagierte damit auf Spekulationen über eine mögliche Kandidatur eines SPD-Politikers von außerhalb. Generalsekretärin Yasmin Fahimi kündigte im Inforadio an, die Bundes-SPD werde keinen Kandidaten vorschlagen.

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