15.01.2018 - 21:28 Uhr
Deutschland & Welt

Leserbrief: Die Gesamtbevölkerung als "Versuchskaninchen"

Zum Thema Glyphosat:

von Externer BeitragProfil

Wenn meine Informationen stimmen, dann führt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) selber gar keine Studien zur Gefährlichkeit von Pflanzenschutzmitteln durch, sondern bekommt die Studien von den Herstellern geliefert und prüft sie nur auf Plausibilität. Das erklärt auch, warum Atrazin lange Zeit "legal" war. Genauso Lindan und DDT und noch viele, viele andere Spritzmittel, die inzwischen alle verboten sind, weil hochgradig gesundheitsgefährdend.

Sie wurden flugs durch neue Mittel ersetzt, deren Gefährlichkeit bloß noch nicht bekannt war/ist. Warum sollte sich ändern, was seit Jahrzehnten hervorragend "funktioniert" hat? Es geht nicht um Glyphosat, es geht ums System. Wenn ein Medikament zugelassen werden soll, muss die Wirksamkeit und Ungefährlichkeit in unabhängigen Studien eindeutig belegt sein. Da sind die Hürden hoch. Gleichzeitig wird aber bei Spritzmitteln ein flächendeckender Freilandversuch mit der Gesamtbevölkerung als Versuchskaninchen und mit der Verseuchung von Böden und Grundwasser durchgeführt. Die Agrarlobby hat ihr finales Ziel erreicht, sie braucht nur noch zu wachen, dass das System nicht geändert wird. Wofür sollte da noch ein Anruf für solche Peanuts wie "Glyphosat von Monsanto" erfolgen? Läuft doch alles bestens!

Beim Sport wird Doping geächtet, aber in der Landwirtschaft (= Ernährungsgrundlage) betreiben wir ein Chemie- und Gendoping dass der Rauch aufgeht. Doping ist im Sport verboten, weil es kurzfristig Höchstleistungen ermöglicht, aber mittelfristig den Sportler zugrunde richtet. Wollen wir das mit der absolut überlebensnotwendigen Lebensgrundlage von uns selber auch machen? Wenn wir es tun, dann haben wir das Überleben unserer Rasse nicht verdient.

Michael Bartl, 92280 Kastl

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