23.08.2017 - 20:38 Uhr
Deutschland & Welt

Leserbrief "In der Schweiz sind komplette Orte autofrei"

Zu unserem Artikel "Kritik an Autobossen":

von Redaktion OnetzProfil

Ich schließe mich der Kritik von Angela Merkel und Martin Schulz an. Es ärgert mich, dass die Autoindustrie schon seit Längerem die Technik beherrscht, mit Hilfe der Adblue-Technik in ausreichend dimensionierten Tanks den Diesel so sauber zu machen, dass er im Alltagsbetrieb die Grenzwerte einhält, sie das aber nicht angewendet und stattdessen Schummel-Software verbaut hat.

Updates für Euro-5- und Euro-6-Diesel werden nicht viel an den Emissionen ändern. Trotzdem sollte man als Dieselfahrer jetzt nicht in Panik verfallen und sein Auto unter Wert verkaufen.

Falls doch gewisse Städte die blaue Plakette einführen, besteht ja die Möglichkeit, am Stadtrand einen Park-and-ride-Parkplatz zu benutzen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu gelangen. Dies empfiehlt sich ohnehin für alle Großstädte wie München oder Prag. Außerdem steht an meinem Diesel nicht am Heck drauf, dass es einer ist - also keine Chance für Knöllchen beim Parken wegen unbefugten Einfahrens ohne blaue Plakette in die City.

In der Schweiz sind komplette Orte autofrei, zum Beispiel Zermatt. Und das geht auch, wie ich erlebt habe. Man stellt sein Auto in ein Parkhaus vor der Stadt, fährt mit einem Pendelzug in den Bahnhof und dann mit einem Elektro-Taxi weiter, wenn man nicht laufen will oder schweres Gepäck dabei hat. Man sollte sich also grundsätzlich Gedanken über die Mobilität in Ballungsräumen machen.

Martin Schlenk, 95666 Mitterteich

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