07.02.2018 - 20:36 Uhr
Deutschland & Welt

Leserbrief Kritisches zu Waffenexporten

Zum Thema Rüstungsexport schreibt ein Leser:

von Externer BeitragProfil

Der Waffenhändler, der im Darknet dem Münchener Attentäter die Waffe verkauft hat, wurde kürzlich zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Die Türkei marschierte jetzt in Syrien ein - mit Leopard-2-Panzern aus Deutschland. Wir (Deutschland und seine Waffenindustrie) brauchen dazu kein Darknet - bei uns ging der Verkauf ganz offiziell, und dafür wird dann bei uns auch niemand zur Rechenschaft gezogen.

Jedem muss damit aber klar sein, dass wir zu denen gehören, die unter anderem daran schuld sind, wenn die mit unseren Panzern angegriffenen Syrer deswegen fliehen. Haben wir damit nicht massiv zur Flüchtlingskrise beigetragen? Zugleich sind die Flüchtlinge dann beim Volk des Verursachers unerwünscht, wobei ich aber kein Verständnis für die illegale Einwanderung habe. Ziel wäre es meines Erachtens, die Zustände in den Flüchtlingsländern wieder so herzustellen, dass die Menschen dorthin zurückkehren könnten.

Deutschland ist übrigens hinter den USA und Russland weltweit drittgrößter (!) Waffenexporteur (Quelle: Zeit Online, Hamburg, 2017). Wichtigste Abnehmer waren Länder im Krisengürtel Nahost-Nordafrika und vor allem Saudi-Arabien, gefolgt von Algerien, Ägypten und Katar. Hauptsache scheinbar, unser Export boomt.

Wolfgang Wessely, 92224 Amberg

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