18.09.2017 - 21:16 Uhr
Deutschland & Welt

Leserbrief: Stromer "löst Feinstaub-Problem nicht"

Zum Thema Elektroauto:

von Redaktion OnetzProfil

Das Fraunhofer-Institut hat nachgewiesen, dass bei der Fertigung eines E-Autos durchaus sehr viele Schadstoffe entstünden, die gegenüber einem Diesel erst bei einer Laufleistung von circa. 80 000 Kilometern kompensiert würden. Doch wie lange halten die Akkus? Sie müssen am Ende entsorgt werden und belasten somit die Umwelt erneut.

Das Feinstaub-Problem wird mit einem Stromer nicht gelöst, da Reifenabrieb und Abnutzung der Bremsen bei allen Antriebsarten vorhanden sind. Downsizing-Motoren produzieren mehr NOx, und die Direkteinspritzer haben einen höheren Feinstaub- und Rußausstoß. Wenn also Fahrverbote angestrebt werden, sollte man fair bleiben und alle einbinden. Außerdem müsste es dann Startverbote für alle Flugzeuge geben, denn ein Flieger produziert bei einem Start auf den ersten Kilometern mehr CO2, NOx und Ultrafeinstaub als alle Fahrzeuge an einem Tag in der gleichen Stadt.

Dürfen dann auch in den großen Häfen wie Hamburg oder Bremerhaven keine Ozeanriesen mehr ein- und auslaufen? Übrigens: Am CO2-Ausstoß auf der ganzen Welt hat Deutschland gerade mal einen Anteil von drei Prozent. Wie war denn das Klima vor 30 000 Jahren? Insider von Geomar (Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung) sagen: so wie heute. Aber das passt natürlich nicht in die derzeitige Diskussion. Warum ist den Autokonzernen die Umrüstung der Hardware für rund 1500 Euro zu teuer, eine Prämie von bis zu 10 000Euro für einen Fahrzeugtausch dagegen nicht? Heute ist es der Diesel, morgen der Benziner, wer dann als nächstes? Der Rubel muss halt rollen.

Gerald Schütz, 92284 Poppenricht

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