Leserbrief
Trauma der Alten

Ein Leser äußert sich zu den "Groko-Ergebnissen im Allgemeinen":

Natürlich ehrt es einen MdB Albert Rupprecht, im Jahr der bayerischen Landtagswahl auf eine politische "Ochsentour" zu gehen, um alle vermeintlichen gesellschaftlichen Brandherde auszuloten. Sicherlich gilt es hier abzuwägen zwischen den Begehrlichkeiten aller Gesellschaftsgruppen, ohne zu bevorzugen oder zu benachteiligen. In der Realpolitik jedoch muss zu erkennen sein, dass die Wahlen der Zukunft - ob auf Bundes- oder Länderebene - von einem in die Jahre gekommenen Wähler entschieden werden.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Regierenden die demografische Entwicklung in unserem Land bestenfalls als abstraktes Geschehnis ansehen. Realisiert man denn in der Politik nicht, dass angesichts von Pflegenotstand und vielfach drohender Altersarmut sich ein gesellschaftliches Trauma entwickelt, das in einer überalterten Nation als wesentlicher Aspekt der Entscheidungsfindung in den Wahlkabinen der Zukunft betrachtet werden muss? Der Souverän wird älter, und die Parteienlandschaft bietet immer mehr Alternativen.

Alfred Kick, 92648 Vohenstrauß
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