15.02.2018 - 16:02 Uhr
Deutschland & Welt

Machtwechsel in Südafrika Ramaphosa neuer Präsident

Kapstadt. Nach vielen Korruptionsskandalen soll in Südafrika eine neue Ära beginnen. Einen Tag nach dem Rücktritt von Präsident Jacob Zuma wurde dessen Stellvertreter Cyril Ramaphosa zum neuen Staatschef gewählt. Der 65-Jährige war seit 2014 unter Zuma Vizepräsident, hat es jedoch geschafft, nicht von dessen Korruptionsskandalen belastet zu werden. Er wolle mit allen Parteien Südafrikas zusammenarbeiten, "um das Leben unserer Menschen zu verbessern", sagte Ramaphosa am Donnerstag im Parlament in Kapstadt. Bei der Wahl gab es keinen Gegenkandidaten. Deshalb erklärte Mogoeng Mogoeng, Präsident des südafrikanischen Verfassungsgerichts, Ramaphosa ohne Abstimmung zum Präsidenten. Die führende Oppositionspartei, die Demokratische Allianz, forderte eine Auflösung des Parlaments. Der Vorsitzende Musi Maimane erklärte, Zumas Rücktritt löse längst nicht alle Probleme, denn die Korruption reiche tief in die Regierungspartei ANC hinein.

In Südafrika vollzieht sich ein Machtwechsel: Nach dem Rücktritt von Präsident Jacob Zuma übernimmt sein bisheriger Stellvertreter Cyril Ramaphosa (Bild) die Regierungsgeschäfte. Archivbild: dpa
von Agentur DPAProfil
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