07.05.2018 - 22:36 Uhr
Deutschland & Welt

Mediziner pochen auf mehr Geld für mehr Sprechzeit: Streit vor Ärztetag

Erfurt/Berlin. Unmittelbar vor dem Deutschen Ärztetag bringen sich die Mediziner mit scharfer Kritik an Plänen der Großen Koalition in Stellung. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, machte am Montag deutlich, dass die von der Politik geplante Sprechzeiten-Ausdehnung für gesetzlich Versicherte ohne zusätzliche Vergütung nicht gehe. "Wer mehr bestellt, der muss auch mehr zahlen."

von Agentur DPAProfil

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigte die Pläne, deutete aber auch finanzielle Verbesserungen an. Ein weiteres Thema beim 121. Ärztetag in Erfurt, der an diesem Dienstag beginnt, soll eine stärkere Freigabe reiner Online-Behandlungen von Patienten sein. Spahn sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Zu oft geht es unfair zu, und Kassenpatienten warten deutlich länger auf einen Termin als Privatversicherte. Das geht nicht." Der Arzt, der Patienten zusätzlich nehme, dürfe dafür aber nicht auch noch bestraft werden. "Union und SPD wollen die Sprechzeiten für Kassenpatienten von bisher 20 auf 25 Stunde pro Woche ausweiten. Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery sagte der "Welt", man könne immer etwas verbessern. "Aber es wird niemals so sein, dass jeder Patient seinen Wunschtermin bei seinem Wunscharzt bekommt."

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