Mehr Kinder und Jugendliche in Obhut

Wiesbaden. (KNA) In Deutschland ist die Zahl der Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen deutlich gestiegen. Bei den Jugendämtern wurden im vergangenen Jahr rund 84 200 dieser vorläufigen Schutzmaßnahmen registriert, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das waren demnach 6600 mehr als im Jahr zuvor, ein Plus von 8,5 Prozent.

Auch wenn das Plus im Vergleich zu 2014 auf 2015 (61,6 Prozent) deutlich geringer ausfiel, verdoppelte sich die Zahl vorläufiger Schutzmaßnahmen seit 2013 nahezu: Vor vier Jahren waren es laut Statistik noch 42 100 Inobhutnahmen. Hauptgrund für das anhaltend hohe Niveau seien "unbegleitete Einreisen aus dem Ausland". 2016 waren es etwa 44 900 Schutzmaßnahmen, 2600 mehr als 2015 (plus 6,2 Prozent). Die Jugendämter können demnach vorläufige Maßnahmen als sozialpädagogische Hilfe in akuten Krisen- oder Gefahrensituationen durchführen.
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