14.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Merkel verspricht Ost-West-Angleichung mit "Überleitungsabschlussgesetz" Renteneinheit bis 2020

Die Renten in Ostdeutschland sollen nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel spätestens mit Auslaufen des Solidarpaktes Ende 2019 an das Westniveau angeglichen werden. "2020 soll die Renteneinheit erreicht sein", sagte die CDU-Vorsitzende der "Sächsischen Zeitung".

von Agentur DPAProfil

Die Große Koalition werde bis 2017 ein Gesetz verabschieden, "das den Fahrplan zur vollständigen Angleichung der Rentenwerte in Ost und West festschreibt". In den drei ostdeutschen Bundesländern Sachsen, Thüringen und Brandenburg finden in den nächsten Wochen Landtagswahlen statt.

Aktuell beträgt der Rentenwert in Ostdeutschland 92 Prozent des Westwertes. Doch nicht in jedem Fall schneiden die vier Millionen Ost-Rentner schlechter ab. Nach der jüngsten Erhöhung vom 1. Juli wird im Westen eine Standardrente von 1287 Euro gezahlt, im Osten sind es 1187 Euro. Ein Rentenpunkt Ost ist 26,39 Euro wert, ein Rentenpunkt West 28,61 Euro.

Dass die Ost-Renten rechnerisch niedriger ausfallen, liegt auch am unterschiedlichen Lohnniveau, das im Osten knapp 19 Prozent unter dem im Westen liegt. Wer weniger einzahlt, bekommt später weniger Rente. Um dies auszugleichen, werden die Ost-Bezüge bei der Berechnung aufgewertet, derzeit um 18,73 Prozent. Das Problem dabei: Die Aufwertung führt dazu, dass bei gleichen Einkommen Ost-Beschäftigte besser dastehen als ihre West-Kollegen. Die Statistiken der Rentenversichrung weisen noch einen weiteren Unterschied aus: Wer im Osten schon im Ruhestand ist, bekommt im Schnitt mehr gesetzliche Rente als seine West-Altersgenossen. Das liegt an den längeren und durchgängigeren Beschäftigungszeiten in der DDR - die zudem hochgewertet wurden.

Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag festgelegt, dass die vollständige Angleichung der Rentenwerte in einem "Rentenüberleitungsabschlussgesetz" geregelt und mit Auslaufen des Solidarpaktes Ende 2019 erreicht sein soll.

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