24.04.2018 - 15:00 Uhr
Deutschland & Welt

Millicent Fawcett am Londoner Parliament Square 100 Jahre später: Frauerrechtlerin als Statue

London. (dpa) Der Londoner Parliament Square hat zum ersten Mal eine Frauenstatue. Neben Helden wie Kriegspremier Winston Churchill und dem indischen Unabhängigkeitsführer Mahatma Ghandi aus Indien ist nun auch die Frauenrechtlerin und Suffragette Millicent Fawcett als Bronzestatue vertreten. Zur Einweihung am Dienstag kamen unter anderem Premierministerin Theresa May und Bürgermeister Sadiq Khan. Die Statue diene als "Erinnerung an ein außergewöhnliches Leben", sagte May. Khan mahnte, es gebe immer noch zu tun, bis echte Gleichberechtigung erreicht sei.

Theresa May Premierministerin von Großbritannien, und Sadiq Khan, der Bürgermeister von London, bei der Enthüllung der ersten Frauenstatue am Parliament Square. Bild: Bild: Stefan Rousseau/dpa
von Jürgen Herda Kontakt Profil

Die Suffragetten-Bewegung erreichte, dass Frauen 1918 in Großbritannien das Wahlrecht erhielten. Das Privileg war auf Frauen beschränkt, die über 30 Jahre alt waren und ein Minimum an Vermögen besaßen. Erst 1928 wurde in dem Staat das allgemeine Frauenwahlrecht eingeführt. Ein Jahr später starb Fawcett. Anders als einige ihrer Mitstreiterinnen setzte sich Fawcett ausschließlich für friedlichen Protest ein.

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