Mit Prävention und Sorgsamkeit gegen Krankheitstage

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr öfter wegen Krankheit am Arbeitsplatz gefehlt. Das ist Fakt. Die Details dieser Statistik aus dem Bericht der Bundesregierung? Sind wohl eher mit Vorsicht zu genießen. Warum etwa soll in der Land- und Forstwirtschaft die Zahl der Krankmeldungen am geringsten sein, in der öffentlichen Verwaltung dagegen am höchsten?

So mancher Spötter mag hierfür eine einfache Erklärung parat haben: Verwaltungsarbeit müsse ja krank machen, möglicherweise seien ein paar Krankheitstage in der Behörde dann doch leichter verschmerzbar. Frische Luft in der Natur dagegen sei gesund und rege den Organismus an. Doch mal Spaß beiseite: Gearbeitet werden muss überall. Die Belastungen im Job sind unterschiedlicher Natur und nicht immer vergleichbar. Aber sie existieren. Genau so wie die Magenverstimmung oder die oft kaum zu vermeidende Erkältung.

Nicht jeder bleibt wegen einer laufenden Nase gleich zu Hause, schleppt sich stattdessen schlapp in die Arbeit. Vielleicht, weil er Angst um seinen Job hat. Vielleicht aber auch aus falsch verstandenem Ehrgeiz oder Pflichtgefühl.

Für 2016 zeichnet sich eine ähnliche Tendenz ab, hat die DAK bereits im August festgestellt. Sie hat vor allem einen Anstieg bei psychischen Leiden und Muskel-Skelett-Erkrankungen registriert. Hoher Zeitdruck, Leistungsverdichtung, viel Verantwortung bei eingeschränktem Entscheidungsspielraum: Das alles kann Menschen krank machen.

Ganz wird sich Krankheit nie vermeiden lassen. Doch mit verbesserter Prävention sowie einem sorgsamen Umgang mit sich und anderen ließe sich mancher Ausfall-Tag vermeiden.
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