25.02.2018 - 20:32 Uhr
Deutschland & Welt

Mögliche künftige Regierung Angela Merkel stellt künftiges CDU-Personal vor

Die Bundeskanzlerin hat sich festgelegt, wer in einer möglichen neuen Groko für die CDU Ministerposten besetzen soll. Ein Kritiker der Kanzlerin kommt rein, ein altgedienter Weggefährte fliegt dafür raus.

"Mit diesem Team kann man jetzt auch die Aufgaben der Zukunft angehen." Zitat: Angela Merkel, Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende
von Agentur DPAProfil

Berlin. Kanzlerin Angela Merkel will die Riege der CDU-Minister in ihrem Kabinett deutlich verjüngen - und kommt damit ihren Kritikern weit entgegen. Die einzige, die das 60. Lebensjahr überschritten habe, sei sie selbst, sagte Merkel am Sonntagabend in Berlin am Rande von Gremiensitzungen. "Mit diesem Team kann man jetzt auch die Aufgaben der Zukunft angehen." Es biete Erfahrung und neue Gesichter in guter Mischung.

Merkel will ihren konservativen Kontrahenten Jens Spahn als Gesundheitsminister ins Kabinett einbinden und die NRW-Abgeordnete Anja Karliczek zur Bildungsministerin machen. Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner wird Agrarministerin, der Merkel-Vertraute und bisherige Kanzleramtschef Peter Altmaier Wirtschaftsminister. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bleibt im Amt. Neuer Kanzleramtschef soll der bisher für die Bund-Länder-Beziehungen zuständige Staatsminister Helge Braun werden. Der bisherige Gesundheitsminister und Merkel-Vertraute Hermann Gröhe wird dem Kabinett nicht mehr angehören. Merkel sprach von einer "schmerzhaften Entscheidung". Ein bitteres Geburtstagsgeschenk: Gröhe wurde am Sonntag 57 Jahre alt. Er erklärte: "Natürlich hätte ich diese Arbeit gerne fortgesetzt. Aber ein Ministeramt ist stets ein Amt auf Zeit." Gröhe konnte während seiner Amtszeit Gesundheitspolitik mit prall gefüllten Kassen machen. Das könnte sich im Laufe der Legislaturperiode ändern, so dass die Herausforderungen für Spahn zunehmen dürften.

Zugleich verteidigte die Kanzlerin die Nominierung der CDU-Abgeordneten Anja Karliczek als neue Bildungsministerin. Sie gehe davon aus, dass sich Karliczek schnell in die Materie einarbeiten und Neues aufnehmen könne. So wie ein Verteidigungsminister nicht militärische Laufbahnen durchschritten haben müsse, müsse auch eine Wissenschaftsministerin nicht zuvor Wissenschaftlerin gewesen sein, betonte Merkel.

Merkel setze darauf, dass die Werbetour der SPD-Führung an der Parteibasis für eine Neuauflage der Großen Koalition erfolgreich ist. Zum jetzigen Zeitpunkt wolle sie sich nicht darauf festlegen, ob sie im anderen Fall eine Minderheitsregierung bilden werde, sagte die Kanzlerin am Sonntagabend. Seite 3

Mit diesem Team kann man jetzt auch die Aufgaben der Zukunft angehen.Angela Merkel, Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende
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