20.08.2017 - 16:44 Uhr
Deutschland & Welt

NAch Anschlag in Barcelona Ermittler haben neuen Spur

Barcelona. Drei Tage nach der Terrorattacke von Barcelona mit mehr als einem Dutzend Toten haben die Ermittler in Spanien weiter nach dem Fahrer des Anschlagswagens gefahndet. Medienberichten zufolge gilt der 22-jährige Marokkaner Younes Abouyaaqoub als Hauptverdächtiger. Allerdings konnte Polizeichef Josep Lluis Trapero am Sonntag nicht bestätigen, dass Abouyaaqoub den Wagen tatsächlich gesteuert hat. Bei dem Anschlag waren am Donnerstag mindestens 13 Menschen getötet worden. Wenige Stunden später starb zudem eine Frau in Cambrils, wo offenkundig ein weiterer Anschlag vereitelt wurde. Die Frau wurde von Verdächtigen auf der Flucht überfahren.

von Agentur DPAProfil

Die Sicherheitskräfte erklärten nun am Sonntag via Twitter, es gebe eine neue Spur. "Wir sind sehr nah an einer Person dran, die mit beiden Attentaten in Verbindung steht." Welche Rolle die Person genau gespielt haben könnte, blieb zunächst offen. Die Behörden gehen davon aus, dass die Attacken in Barcelona und Cambrils von einer islamistischen Terrorzelle mit zwölf Mitgliedern verübt wurden. Fünf mutmaßliche Terroristen wurden in Cambrils erschossen, vier festgenommen. Die Identität von drei weiteren ist geklärt. Nach ihnen werde gefahndet, sagte Trapero. Es könnte aber sein, dass zwei von ihnen bereits tot seien, da nach einer Explosion am Mittwoch in den Trümmern eines Hauses in Alcanar die Überreste von mindestens zwei Menschen gefunden worden seien.

Neben dem mutmaßlichen Terror-Fahrer Abouyaaqoub richtet sich die Aufmerksamkeit der Ermittler auch auf einen Imam, bei dem es sich um den Kopf der Zelle handeln soll. Abdelbaki Es Satty verbüßte eine vierjährige Haftstrafe wegen Drogenhandels und soll auch Kontakte zu den Verantwortlichen der Zuganschläge 2004 in Madrid gehabt haben. Das berichtete die Zeitung "El País". Ob der Geistliche noch am Leben ist, ist unklar. Möglicherweise kam er bei der Explosion in Alcanar ums Leben.

Zwei Tage nach dem Attentat lagen noch 54 Terroropfer verletzt im Krankenhaus. Nach Angaben des Auswärtigen Amts wurden 13 Deutsche verletzt.

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