28.12.2017 - 22:30 Uhr
Deutschland & Welt

Nach Anschlag in St. Petersburg Putin spricht von Terrorismus

Moskau/St. Petersburg. Nach der Detonation einer Nagelbombe in St. Petersburg hat der russische Präsident Wladimir Putin zu einem härteren Vorgehen gegen Terroristen aufgerufen. Geheimdienstmitarbeiter seien angewiesen worden, bei der Festnahme von Terroristen nach dem Gesetz vorzugehen. "Aber bei Gefahr für Leib und Leben unserer Mitarbeiter, unserer Offiziere muss entschieden gehandelt werden - keine Gefangenen, die Banditen werden sofort liquidiert", sagte Putin am Donnerstag in Moskau. In einem Supermarkt war am Vorabend eine selbstgebaute Nagelbombe explodiert. 13 Verletzte wurden in ein Krankenhaus gebracht, zudem gab es zahlreiche Leichtverletzte. "Das war gestern ein terroristischer Akt", sagte der Staatschef am Donnerstag in Moskau. Gleichzeitig betonte das Staatliche Ermittlungskomitee, dass es weiter alle Möglichkeiten prüfe.

von Agentur DPAProfil

Bereits im April war die Heimatstadt Putins von einem Bombenanschlag erschüttert worden. Damals starben 16 Menschen, darunter der Attentäter, ein 22 Jahre alter Mann aus Zentralasien. Die russischen Behörden gehen seitdem hart gegen mutmaßliche Terroristen vor. Der Inlandsgeheimdienst FSB gibt regelmäßig Erfolge bei Razzien bekannt. Alleine in diesem Jahr sollen mehr als 120 Terrornetzwerke ausgehoben worden sein. Zudem wurden nach Informationen des US-Geheimdienstes CIA weitere Anschläge in St. Petersburg verhindert, hieß es Mitte Dezember. Russland fürchtet besonders Rückkehrer aus Syrien und dem Irak, die sich dort der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben.

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