23.08.2017 - 21:20 Uhr
Deutschland & Welt

Nach Unfall: Kein Vertrauen in US-Flottenkommandeur Admiral gefeuert

Singapur. Die amerikanische Marine hat aus der Unglücksserie mit US-Kriegsschiffen im Pazifik personelle Konsequenzen gezogen. Nach dem jüngsten Unglück mit vermutlich zehn Toten musste der Befehlshaber der betroffenen Flotte, Vizeadmiral Joseph Aucoin, am Mittwoch seinen Posten räumen. Der Oberkommandierende, Admiral Scott Swift, begründete dies damit, dass er das Vertrauen in den Top-Soldaten verloren habe.

von Agentur DPAProfil

Am Montag war der Zerstörer "USS John S. McCain" nahe Singapur mit dem Tanker "Alnic MC" kollidiert, der unter der Flagge Liberias fährt. Das Schiff liegt nun schwer beschädigt im Hafen des südostasiatischen Stadtstaates. In seinem Bauch, der teilweise unter Wasser steht, entdeckten Taucher inzwischen die Leichen von mehreren Soldaten. Ein weiterer Toter wurde in der Nähe des Unglücksorts aus dem Wasser gezogen.

Es wird befürchtet, dass bei dem Unglück insgesamt zehn Matrosen starben. Fünf amerikanische Seeleute wurden verletzt. Bereits Mitte Juni waren sieben US-Soldaten beim Zusammenstoß des Zerstörers "Fitzgerald" mit einem Containerschiff ums Leben gekommen. Der Kapitän der "Fitzgerald" verlor deshalb bereits seinen Posten. Zwei weitere Unglücke der US-Marine früher in diesem Jahr gingen glimpflich ab.

Aucoin stand seit zwei Jahren an der Spitze der Siebten Flotte der US Navy, die ihren Stützpunkt in Yokosuka (Japan) hat. Die Siebte Flotte ist für den westlichen Teil des Pazifiks und den Indischen Ozean zuständig. Sie besteht aus mehr als 50 Schiffen. Zum kommissarischen Nachfolger wurde Konteradmiral Phil Sawyer ernannt. Zur Pazifikflotte gehört auch noch die Dritte Flotte, die im zentralen und östlichen Teil des Pazifiks navigiert.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp