Nato plant noch schnellere Eingreiftruppe

Die Nato will künftig "innerhalb weniger Tage" Truppen in östliche Mitgliedsstaaten entsenden können, sofern diese von Russland bedroht werden. Bündnis-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte am Montag in Brüssel, der Nato-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Newport (Wales) werde die Schaffung einer "Speerspitze" der schon bestehenden Schnellen Eingreiftruppe NRF beschließen.

"Wir werden die Reaktionsfähigkeit der Eingreiftruppe erheblich verbessern", sagte Rasmussen. Er warf Russland vor, "offen in der Ukraine zu intervenieren". Bisher sind die rund 60 000 Soldaten der NRF innerhalb von sechs Monaten einsetzbar. Künftig sollen "mehrere Tausend Soldaten" laut Rasmussen "sehr kurzfristig" einsetzbar sein: "Wir sprechen über wenige Tage."

Diese "Speerspitze" soll im Rotationsverfahren von mehreren Verbündeten gestellt werden. "Jeder mögliche Angreifer soll wissen, falls er über einen Angriff gegen ein Nato-Land nachdenkt, dass er dort nicht nur nationalen Soldaten, sondern Nato-Truppen gegenüberstünde."
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