Neatkariga Rita Avize
Pressestimmen

Die lettische Tageszeitung kommentiert die Verschärfung des Konflikts in der Ukraine:

In Europa herrscht Krieg. Man kann so tun, als ob es sich nur um einen weiteren lokalen Konflikt handelt. Doch die Situation ist viel ernster. Das Fundament der existierenden Weltordnung ist zerstört. Internationale Rechtsnormen zählen fast gar nichts mehr. Die Welt kehrt zurück zur Machtpolitik, bei der alles vom militärischen Potenzial bestimmt wird und von der Bereitschaft, dieses anzuwenden. Russische Panzer dringen in den Süden der Ukraine ein. Allein diejenigen, die sich hartnäckig weigern, das Offensichtliche anzuerkennen, bewahren sich die Möglichkeit, weiterhin den Kopf in den Sand zu stecken.

Pravo

Das tschechische Blatt warnt vor einer Eskalation der Krise in der Ukraine:

Es wirkt bedrohlich, dass Russland sein Eingreifen für die Separatisten kaum noch verdeckt. In dieser angespannten Lage ist es leicht, Rufen nach radikalen Schritten zu erliegen. Neben weiteren Sanktionen könnten die USA und die Europäische Union den Ukrainern Waffen liefern oder Militärberater entsenden. Damit einher geht aber das Risiko, dass man in etwas "hineinrutscht", wie die USA einst in Vietnam. Russland hat bewiesen, dass es auf radikale Schritte mit noch stärkerer Radikalität antwortet. Europa muss sich entscheiden, ob es zusammen mit den USA die russischen Aktivitäten mit Gewalt brechen will - mit dem Risiko, dass es zum offenen Krieg kommt.

Sächsische Zeitung

Das Blatt verweist auf die Schlüsselrolle von Russlands Präsident Wladimir Putin:

Selbst wenn sich der russische "Einmarsch" als Versehen oder als Eigenmächtigkeit einzelner Kommandeure erweisen sollte: Die Wirkung ist verheerend. Das Ganze trägt dazu bei, die Ukraine weiter Stück für Stück zu destabilisieren. Den Vorwurf, es genau darauf abgesehen zu haben, könnte Russland ganz einfach entkräften. Dazu würde es für den Anfang genügen, Soldaten und Panzer aus unmittelbarer Grenznähe zurückzuziehen. Nur: Warum tut es Putin nicht?
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